Nachdem beim Starkregen Workshop im Oktober der Wunsch geäußert wurde, sich die Pumpstation und deren Funktionsweise anzusehen, lud Ortsvorsteherin Stephanie Lohr in einer außerordentlichen Ortsbeiratssitzung nicht nur den Ortsbeirat ein, sondern auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms extra am Samstag Vormittag mit 4 Personen anwesend, um detaillierte Informationen zu geben. Daniel Schäfer (neongelbe Jacke) als zuständiger Abteilungsleiter der Kläranlage erklärte zunächst im Außenbereich wie das Abwasser und bei Niederschlag das Regenwasser in einem Rohr, welches einen Durchmesser von 1,5 Meter hat, ankommt.

Im Bild links oben ist das Rohr gut zu erkennen. Rechts im Bild befindet sich der tieferliegende Pumpensumpf. Wie erkennbar ist, fließt das Abwasser rechts im Kanal weiter zur Kläranlage.

Steigt das Wasser auf eine bestimmte Höhe im Rohr an, fällt es automatisch in den Pumpensumpf über. Ist dieser mit 80 cm Wasser gefüllt, springt vollautomatisch eine der 4 großen Kreiselpumpen an.

Der Werkleiter, Hans Gugumus, erläuterte, das die Pumpen, seit Ihrem Bau 1977, gerade einmal 660 Betriebsstunden liefen. Wenn Sie laufen, transportieren sie dann das Regenwasser in den benachbarten Lachgraben.

Im Inneren des unscheinbaren Gebäudes hingen Pläne des Abenheimer Abwassernetzes. Der Abteilungsleiter des Kanalnetzes, Peter Blum, erläuterte hierbei, das im besonderen das nicht vorhandene Gefälle den Abfluss des Wassers bei Starkregen verzögere. Das Wasser benötigt ungefähr 15 bis 20 Minuten bis es an der Pumpstation ist. Es wurden seitens der Anwesenden Vorschläge wie beispielsweise eine weitere Pumpstation näher am Ortskern oder auch größere Rohre zu bauen besprochen. Doch diese Maßnahmen würden maximal einen fünfminütigen Zeitvorteil bringen, aber das Problem nicht lösen.

Gemeinsam müsse versucht werden zum einen weniger Außengebietswasser in das Ort zu bringen und Dachwasser nicht in das Kanalnetz zu leiten, sondern auf dem eigenen Grundstück versickern zu lassen. Dies bringt jedem eine finanzielle Entlastung von 60 Cent je Kubikmeter.
Eva Wiktorowski, ebwo, bietet allen Einwohnern eine kostenlose individuelle Beratung zum Thema Eigenschutz an. Hierbei kann jeder seine Ideen und Erfahrungen an die Spezialisten weitergeben. Zur Beratung kann man telefonisch unter 0 62 41 – 9 10 00 einen Termin vereinbaren oder auch per Mail info@ebwo-worms.de.

Stephanie Lohr sagte das Sie gemeinsam mit dem Ortsbeirat an diesem wichtigen Thema dran bleiben werde und innerhalb des ersten Halbjahr 2020 ein weiterer Workshop stattfinden werde, um das bis dahin umgesetzte und neu geplante vorzustellen.

Im Anschluss informierte Sie die anwesenden Ortsbeiräte über den geplanten und festgelegten Abriss eines Landwirtschaftlichen Übergangs, die dies zur Kenntnis nahmen. Der Abriss wurde nach einer Routinemäßigen Untersuchung seitens der Verwaltung festgelegt, da die Brücke über den Lachgraben in einem schlechten Zustand sei und die Sanierungsarbeiten nicht im Verhältnis zur Nutzung stehe.

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